naturgemäß dämmen
Waldklima zuhause erleben mit Holzfaserdämmung
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Waldklima zuhause erleben mit Holzfaserdämmung
Innendämmung bewahrt äußere Schönheit
Fürsten setzten sich einst mit Burgen und Schlössern ein Denkmal, im 19. Jahrhundert bauten erfolgreiche Geschäftsleute und Fabrikanten prächtige Villen in der Stadt. Im Advokatenweg in Halle (Sachsen-Anhalt) sind bis heute Beispiele dieser Gründerzeit-Architektur zu finden. Gerade frisch umgebaut und saniert ist das Haus Nr. 37. Das um 1900 entstandene Gebäude mutet wie eine italienische Villa aus der Renaissance an. Historismus pur mit einem Schuss Jugendstil. Dafür stehen die Bleiglasfenster mit floralen Motiven ganz oben im Attikageschoß.
Kein Wunder, dass das Landesdenkmalamt jeden Schritt der Sanierung mit Argusaugen überwachte. „Dieses Schmuckstück sollte nichts von seinem ursprünglichen Charme verlieren“, sagt Anka Unger, Geschäftsführerin des Chemitzer Dämmstoffherstellers UdiDämmsysteme. Sie hat oft mit solchen Projekten zu tun und Lösungen parat, um historische Gebäude energetisch aufzumöbeln – und zwar von innen.
Ursprünglich hatte das 36,5 cm dicke Mauerwerk mit seiner eisgestrahlten Klinkeroberfläche einen relativ hohen U-Wert. Die Universitätsangehörigen des Seminars für Sprechwissenschaft und Phonetik, die die Villa vor dem Leerstand zuletzt nutzten, mussten sich im Winter bestimmt warm anziehen.
Der Umbau, in dessen Zug auf einer Gesamtfläche von circa 900 m² sieben Wohnungen entstanden, begann 2024. Ein U-Wert von 0,45 W/(m²·K) garantiert heute Behaglichkeit. Mit ihm entspricht die Gründerzeit-Villa einem Effizienzhaus Denkmal.
Zu diesem hohen energetischen Standard trugen doppelt verglaste Holzfenster ebenso bei wie neu aufgearbeitete Holztüren und vor allem eine effiziente Innendämmung. 720 m² der Holzfaser-Platte UdiIN in einer Stärke von zwei Zentimetern wurden dort verbaut sowie 250 m² UdiIN RECO. Der Clou bei der UdiIn RECO Platten: Sie sind zur Wandseite hin weich und elastisch. So lassen sich Unebenheiten von bis zu zwei Zentimetern ausgleichen. Um Kältebrücken auszuschließen, pressen Widerhaken im Dämmstoff die Holzfasern beim Andübeln mit hoher Zugkraft gegen die Wand. Die harte, glatte Rückseite der Platten kann anschließend einfach verputzt werden.
Zum Heizen genügt eine Wärmepumpe. Für das warme Wasser gibt es in jeder Wohnung einen Durchlauferhitzer. Diese Kombination entlastet die Wärmepumpe, die damit weniger verbraucht und weniger störanfällig ist. Gerade im Sommer bei geöffneten Fenstern ist sie nicht in Betrieb und nicht zu hören.
Die prächtigen Stuckdecken im Inneren blieben bei der Sanierung komplett erhalten. Auf sie wurde sogar beim Einziehen zusätzlicher Zwischenwände Rücksicht genommen. Von außen ist alles wie eh und je – nur schöner: Die aufwendigen Fenstergewände aus Sandstein, teilweise sogar mit Verdachungen und Sohlbänken versehen, sehen aus wie neu. Das gilt auch für die Loggien, die Erkerfenster und die von Säulen flankierte Eingangstür. „Am allerschönsten sind die floralen Jugendstil-Fenster“, schwärmt Anka Unger. Während des Leerstands waren sie hinter braunen Abdeckungen verborgen und traten erst im Zuge der Sanierung wieder zutage.

















